Die drei gängigsten Mythen über CBD

auf October 04, 2020

By: Elements of Green

Der rasante Aufstieg der CBD Industrie hat zu einer beachtlichen Menge an Falschinformationen geführt. Im heutigen Artikel möchte ich einige Mythen entlarven, die ich am häufigsten über CBD-Produkte höre.

  1. 1. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass CBD wirklich hilft

Ebenso wie die Nachfrage nach CBD steigt auch der Bedarf an mehr Forschungen und Informationen über diese Verbindung. Viele glauben, dass es keine wirklich wissenschaftlichen Forschungen gäbe, die über CBD durchgeführt würden, weil CBD ein ganz neuer Stoff sei und von einer Pflanze komme, die mit „high-“ oder und „stoned-“ sein assoziiert wird.

Das stimmt ganz und gar nicht!

Auch wenn noch viel Forschung über CBD betrieben werden muss, sind in den letzten Jahren doch eine Menge Studien durchgeführt worden, um festzustellen, ob CBD bei verschiedenen Beschwerden hilft. Diese Liste umfasst verbreitete Probleme wie Schlaflosigkeit, Stressbelastung, Schmerzen, Entzündungen und schwerere Krankheiten.

CBD Myths

Im Juni 2018 hat die FDA (Food and Drug Administration) Epidiolex als das 'erste Medikament anerkannt, das aus einem aktiven, aus der Marijuanapflanze stammenden Bestandtteil besteht'. Epidiolex, ein Medikament auf Basis von CBD, ist gezielt auf die Behandlung schwerer Fälle von Epilepsie ausgerichtet. Das war ein bahnbrechender Meilenstein für CBD und die Hanfindustrie insgesamt, weil es Legalität und behördliche Anerkennung gebracht hat.

Abgesehen davon, wurden bereits auch viele Studien durchgeführt, um die Behauptung zu überprüfen, dass CBD Menschen mit gewaltigen Schlaf- und Stressproblemen helfen könne.

2019 nahmen 39 Teenager, bei denen eine soziale Angststörung diagnostiziert worden war, an einer Doppelblindstudie teil, in der getestet wurde, ob CBD ihre Symptome verbessern könne. Über vier Wochen hinweg wurden einem Teil der Gruppe 300 mg CBD-Öl verabreicht, während der andere Teil ein Placebo bekam. Nach Ablauf der Versuchzeit bekamen beide Gruppen offizielle SAD-Fragebögen (die zur Diagnose der sozialen Angststörung dienen) zum Ausfüllen, um festzustellen, wie sich das CBD auf ihre Symptome ausgewirkt hatte. In der Studie stellte man definitiv fest, dass die Gruppe, die CBD eingenommen hatte, auf dem Fragebogen erheblich bessere Werte angekreuzt hatte, d.h. das CBD hatte die mit der sozialen Angststörung verbundenen Symptome verbessert.

CBD depression

Monatlich erscheinen derzeit neue Forschungsergebnisse über CBD und zeigen fortlaufend seine potentiellen gesundheitlichen Vorzüge sowie potentielle Nebenwirkungen auf. Insbesondere bezüglich Stress und Angst wurde in über 30 Studien an Tieren und Menschen gezeigt, dass CBD die Symptome wirksam, rasch und dauerhaft reduzieren kann. Obwohl es noch eine Menge zu erforschen gilt, sind die vielversprechenden Ergebnisse, die bisher gezeigt wurden, sehr ermutigend, und sie führen hoffentlich zu weitereren wissenschaftlichen Beobachtungsstudien und dadurch zu einer zügigeren Annahme von CBD.

Die meisten Firmen liefern nur sehr „nebulöse“ Beschreibungen ihrer Produkte und sehr unklare Behauptungen. Auf der Verpackung der Produkte steht häufig eine Art Haftungsausschluss, so etwa: „Es ist nicht wissenschaftlich bewiesen, dass CBD bei Krankheiten hilft; konsultieren Sie vor dem Konsum von CBD einen Arzt“. In den USA beispielsweise geschieht dies deshalb, weil die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA die Gesetze betreffs CBD noch nicht klar definiert hat, obwohl im Farm Bill (Agrargesetz) der Anbau und Verkauf von Hanf legalisiert wurde.

  1. CBD macht dich 'high'

Es ist ein Märchen, dass CBD high macht – mit einem kleinen Sternchen versehen. Es hängt nämlich davon ab, welche Art von CBD-Öl in dem konsumierten Produkt verwendet wird. Das klingt verwirrend, ist aber ganz einfach. Hanf enthält Spuren von THC, das psychoaktiv wirkt. Die Menge an THC, die man letztendlich aufnimmt, hängt davon ab, von welchem Stamm der Hanf stammt, wie es extrahiert wird und welcher Typus das Hanföl ist. Jegliches CBD von Hanf mit Industriequalität, das man trinkt, wird immer einen winzigen Prozentsatz THC enthalten (2% oder weniger) – das ist so wenig, dass er einen nicht 'high' macht. CBD macht nicht 'high' wegen eines minimalen chemischen Unterschieds zum THC. Auf den ersten Blick ist die chemische Zusammensetzung von Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) identisch – das liegt daran, dass sie es beinahe ist. Während beide Moleküle eine Atommasse von 314 g/mol und die Molekülformel C21H3oO2 haben, enthält THC einen Cyclic Ring, CBD indessen eine Hydroxylgruppe. Dieser subtile Unterschied in der Art und Weise, wie die Atome innerhalb der Moleküle angeordnet sind, macht es möglich, dass THC ein 'High' erzeugt, CBD hingegen nicht.

CBD Myth

Wie all das funktioniert? Also, dein Gehirn hat da etwas namens CB1-Rezeptoren. Für gewöhnlich – wenn der Körper nicht 'high' ist – bewegen die Neurotransmitter das Anandamid dazu, mit den CB1-Rezeptoren in deinem Gehirn zu interagieren und dadurch Gefühl von Wohlbehagen, Motivation und Hunger zu erzeugen. Zum Beispiel wirst du nach einem anstrengenden Workout wahrscheinlich ein Gefühl von Erleichterung und Freude empfinden. Das geschieht, weil dein Körper Anandamid freigesetzt hat, das mit den CB1-Rezeptoren interagiert und das berühmte „Runner's High“ hervorruft.

Wenn du THC konsumierst, erlaubt es der zyklische Ring dem THC, das Anandamid perfekt nachzuahmen. Indem es sich an den CB1-Rezeptor anbindet, ruft THC eine psychoaktive Wirkung hervor, die allgemein als ein 'High' bekannt ist. Das CBD-Molekül hingegen hat wegen der Hydroxylgruppe eine andere Form und passt deshalb nicht in den CB1-Rezeptor, weshalb es auch keinen psychoaktiven Effekt erzeugt.

Trotz dieses Unterschieds in ihrer Struktur interagieren sowohl THC als auch CBD mit dem Endocannabinoidsystem, weshalb man viele der gesundheitlichen Vorteile durch den Konsum beider Verbindungen erreichen kann, und zwar gezielt bei Entzündungen, Schmerzen und Übelkeit. Obwohl die wissenschaftliche Forschung über CBD und THC noch in den Kinderschuhen steckt, haben erste Studien gezeigt, dass THC, indem es sich an die CB1-Rezeptoren bindet, psychotische Symptome verschlimmert. Gleichzeitig unterstützt CBD möglicherweise die Genesung bei Patienten, die eine Psychose erleiden.

Aufklärung ist der Schlüssel, um verbreitete Mythen und Missverständnisse hinsichtlich von CBD auszuräumen, und wird letztendlich der Schlüssel zu einer massenhaften Verbreitung auf der ganzen Welt sein. Der erste Schritt ist es, die gängigsten Fragen über die beiden Verbindungen zu beantworten.

  1. 3. CBD ist illegal.

In Europa verändert sich die „CBD-Landschaft“ andauernd. Weil es insgesamt 40 Länder gibt, von denen 27 Mitglieder der EU sind, gibt es jeweils auch eindeutige Unterschiede innerhalb der Landesgrenzen. Als allgemeine Richtlinie auf dem ganzen Kontinent gilt, dass CBD-Produkte in den meisten Ländern zugelassen sind, sofern sie 0% THC enthalten.

CBD legality

2020 hat die efsa (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) CBD als Novel Food-Lebensmittel eingestuft. Diese Bezeichnung betrifft alle Lebensmittel, die vor Mai 1997 nicht allgemein gebräuchlich waren, und umfasst alle neuartigen Lebensmittel sowie Lebensmittel unbekannter Herkunft. Kurz gesagt bedeutet dies: Das Lebensmittel muss

    - sicher für die Verbraucher sein
  • - angemessen gekennzeichnet sein, so dass die Verbraucher nicht in die Irre geführt werden
  • - Wenn ein neuartiges Lebensmittel ein anderes Lebensmittel ersetzen soll, darf es sich nicht derart davon unterscheiden, dass der Konsum des neuartigen Lebensmittels einen Nachteil in der Ernährung des Konsumenten bringen würde.

Das bedeutet, dass sich innerhalb der Europäischen Union Hanf-/CBD-Hersteller an all diese Standards halten sollten. Allerdings ist die Novel Foods-Verordnung nicht endgültig und nicht bindend, was es noch komplizierter macht, da die EU-Länder sie rein technisch gesehen nicht befolgen müssten.

Einige EU-Länger nutzen diese neue Bezeichnung als Leitlinie zur Umsetzung ihrer Verfahrensweise hinsichtlich von CBD. Z.B. wird die Food Standards Agency in Großbritannien von allen Herstellerfirmen verlangen, in der ersten Hälfte von 2021 einen förmlichen Antrag vorzulegen, in dem sie den Beweis erbringen, dass ihre CBD-Produkte den Gesundheitsstandard entsprechen. Das ist in ganz Europa ein verbreiteter Trend und vielleicht besser für die CBD-Industrie, als man glaubt. Wenn verlangt wird, dass Markenartikel lizensiert und sicher sind, führt das ziemlich sicher zu qualitativ hochwertigeren CBD-Artikeln und mehr Verbrauchervertrauen.

Einen kompletten Einblick in die europäischen Bestimmungen zu CBD bekommst du in unserem Artikel „Gesetzeslandschaft CBD“ unter „Wissenswertes“.

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